Edgar-Gratispostkarten - die Seite für neue Sammler

(Stand: 25.11.2004)

Dirk Matzen, , Homepage

 

 

Hallo, Freunde von Edgar- und anderen Gratispostkarten,

geht es Euch auch so, wie es mir vor nicht allzu langer Zeit noch erging: Ihr nehmt die sympathischen Edgar-Karten mit, schafft es natürlich nicht, alle zu verschicken, es sammelt sich ein Häuflein an Karten an, das mit der Zeit immer weiter wächst. Irgendwann findet man die eine oder andere Karte dann zu schade zum verschicken - und ehe man sich recht versieht, ist man SammlerIn. Zum systematischen Sammler ist es dann zwar noch ein weiter Weg, aber einige gehen ihn halt tatsächlich....

Diese Seite möchte ich dazu nutzen, ein paar Begriffe zu erklären, die im Zusammenhang mit dem Sammeln von Edgar-Karten immer wieder auftauchen.

  • Fehlliste: Eine Liste mit den Kartennummern, die dem Sammler noch fehlen. Sollte über kurz oder lang nicht nur die Kartennummern der Normalserie von Edgar einschließlich der Nummern der bekannten Varianten enthalten, sondern auch die Nummern der Sonderserien. Das Herstellen und Pflegen einer solchen Fehlliste macht - erst recht zu Beginn - eine Menge Mühe. Ich habe es mir beim Start relativ einfach gemacht, und wer auch nur ein ganz wenig mit Tabellenkalkulationen umgehen kann, dem sei ein ähnliches Vorgehen empfohlen. Binnen weniger Sekunden kann man auf einem Arbeitsblatt eine Liste mit den Ziffern 1-8000 erzeugen, dann nehme man seine Karten und lösche einfach die Zahlen der Nummern, die man schon hat. Die verbleibenden Nummern sind dann die Fehlliste. Dies Vorgehen lässt allerdings leider außer Acht, dass es von einigen Kartennummern mehrere verschiedene Karten gibt... (s. Mehrfachbelegungen)
  • Dublettenliste: Diese ist fast genauso wichtig zum Tauschen, wie die Fehlliste und wird ähnlich angelegt. Um einen Kartentausch zu planen tauscht man dann die Fehl- und Dublettenliste aus und meldet dann die gegenseitigen Wünsche an.
  • Normalserie: Dies ist die Kartenserie von Edgar, die regelmäßig einmal pro Woche mit einer variierenden Anzahl an neuen Karten bedient wird und schon über 7000 verschiedene Karten umfasst...
  • Sonderserien: Zuweilen gibt Edgar zu bestimmten Anlässen oder auch laufend parallel zur Normalserie Sonderserien oder auch einzelne Sonderkarten heraus. Aktuell bediente Sonderserien sind die Serie SC (Sport Card, für die es auch eigene Kartenhalter gibt) und die Serie IFA (International Freecard Alliance, zu der sich verschiedene Gratispostkartenhersteller verschiedener Länder zusammengefunden haben). Frühere Sonderkartenserien sind z.B. die Serie F (Form-Karten), T (Talkline-Messe-Karten), A (BMG-Ariola-Messe-Karten), A0 (Gastronomiekarten), A00 (Andora-Edition "Edgar goes Pop"), #5 (fünfter Geburtstag von Edgar), LH (verteilt in Lufthansa-Flugzeugen), DE (verteilt in Condor-Jets), NDW (verteilt auf der "Nacht der Werbung") und EFA (European Freecard Alliance). Auch werden zuweilen Karten ohne jegliche Nummer, aber mit einem Edgar-Logo versehen sind, verteilt. Auch werden zuweilen Karten in Edgar-Kartenständern gefunden, die weder Nummer noch Edgar-Logo haben, deren Verteilung aber Edgar zugeschrieben wird, wobei dies oft zu Zweifelsfällen führt - ob man diese Karten jedoch sammeln möchte, das soll man selbst entscheiden... Zum Teil finden sich unter diesen Sonderserien ausgesprochene Raritäten.
  • Regionalkarte: Hier handelt es sich, im Gegensatz zu bundesweit verteilten Karten, um Edgar-Karten, die nur in einer Stadt oder einer Region verteilt worden sind. Da diese Karten für "auswärtige" Sammler nur durch einen Tausch (oder auch ein Abo der regionalen Karten beim Edgar Gratispostkartensammler Verein) zu bekommen sind, erweisen sie sich als gute Tauschkarten - was an den Kartenständern entsprechend honoriert werden sollte. Oft handelt es sich bei den Regionalkarten um Werbekarten für lokale Geschäfte oder Veranstaltungen - und sie so meist auch schnell als solche erkennbar. Bei einigen Karten ist es allerdings auch überraschend, dass es sich um Regionalkarten handelt, da kein lokaler Bezug erkennbar ist. In den großen Städten gibt es naturgemäß häufiger Regionalkarten als in den kleineren Edgar-Städten, allerdings sind in den kleineren Städten zumeist nur wenige oder gar keine Sammler, was den Tauschwert der dortigen Regionalkarten deutlich erhöhen kann (so gab es zuweilen vereinzelt durchaus gesuchte Regionalkarten in Kassel, Mannheim, Bielefeld, Bonn, Chemnitz, Potsdam, Kiel/Lübeck...).
  • Teilregionale Karte: Ähnlich wie die Regionalkarte nicht in allen Edgar-Städten verteilt worden, jedoch in einer etwas größeren Anzahl (3-20) von Städten und daher nicht so gesucht. Nur, wenn man nicht in einer dieser Städte wohnt, dann muss man auch erst einmal an die Karte rankommen...
  • Mehrfachbelegung: Manchmal, man möchte meinen versehentlich, passiert es Edgar, dass die gleiche Nummer für mehrere verschiedene Karten vergeben wird. Bekannte Beispiele für solche Kartennummern sind die #597 (5 Karten!), #920, #923, #924 (jeweils acht verschiedene Karten!), #660 (drei verschiedene) - aber auch in jüngerer Zeit passiert es wieder vermehrt, dass Kartennummern mehrfach vergeben werden...
  • Varianten und Abarten: Oft ist dies wohl eher ein Hobby für "fortgeschrittene" Sammler, aber es kann durchaus lohnend sein, auch schon vom Beginn des Sammelns darauf zu achten, ob man Varianten in der Hand hält. Beispiele für solche Varianten sind unterschiedliche Markenfelder ("MKF", mal rund und dann beim gleichen Motiv der Karte ein eckiges oder auch, beim normalen Betrachten der Karte von vorne, mal oben und mal unten auf der Karte), variierende Beilage-Konfigurationen (es gab z.B. verschiedene Farben einer Kondombeilage oder unterschiedliche Streichholzschachteln, die angeklebt waren...) oder verschiedene Adressangaben bei Werbefirmen (bei ansonsten gleicher Kartennummer). Farbvarianten liegen oft in verschiedenster Art und deutlicher Ausprägung vor. Auch das verwendete Papier kann sich zuweilen sehr stark unterscheiden und die Karte kann matt oder glänzend (d.h. lackiert und gewalzt) erscheinen. Bei "Altsammlern" oft sehr beliebt (man kann sich dafür oft auch als Anfänger gute Karten ertauschen!) sind klassische Fehldrucke, bei denen z.B. die Vorder- oder die Rückseite nicht bedruckt ist, einzelne Farben ausgefallen sind oder gar die Kartenvorder- bzw. -rückseite verwechselt wurden.
  • Zurückgezogene Karten: Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Karten zwar schon gedruckt sind, aber dann doch nicht veröffentlicht werden sollen - oft, weil es auf der Karte irgendwelche Fehler gibt (z.B. eine falsche Telefonnummer), oder auch weil sie nicht mehr ins Konzept passt. Hier spricht man dann von "zurückgezogenen" Karten, die in aller Regel von Edgar schlicht eingestampft werden - wobei oft noch einige vor der Vernichtung gerettet werden und für hohe Preise unter Sammlern gehandelt werden. Gute Beispiele für solche Karten sind z.B. die folgenden Nummern: #1316 (die Firma befürchtete rechtliche Folgen bei der frechen Karte), #1715 (von Edgar herausgegebene Karte zur Sommerzeit - Uhrzeit sollte versehentlich in die falsche Richtung verstellt werden...), #2515 (mit falschem Todesdatum von Frank Sinatra), #3042 (passte nicht mehr ins Werbekonzept der Firma), #4075 (passte nicht mehr ins Konzept von Edgar).
  • CDs: Dabei handelt es sich um eine echte Herausforderung für Edgar-Karten-Sammler. Jeden Monat gibt die Firma EFA-Medien GmbH in Zusammenarbeit mit Edgar zwei Promotion-CDs heraus. Edgar stellt dann jeweils eine Karte her, die über die normale Kartenverteilung bundesweit verteilt wird und verteilt zusätzlich direkt an die Inhaber der Locations, in denen die Kartenhalter sich befinden, je zwei Promotion-CDs, die auf den Rückseite das Edgar-Logo mit der Beschriftung "Edgar Music Card" aufgedruckt haben (wie zu hören ist, erreichen die CDs jedoch leider die Kneipenwirte etc. nicht...). An diese CDs heranzukommen ist natürlich nicht einfach, man muss da zumeist schon ein gutes Verhältnis zum jeweiligen Inhaber haben. Es handelt sich also um ein durchaus schwieriges Sammelgebiet und viele Kartensammler haben an den CDs kein Interesse... Ich sammle die CDs auch nicht mit herausragendem Interesse, aber wer welche mit mir - auch gegen Karten -tauschen möchte, sollte nicht zögern, mir einen Vorschlag zu unterbreiten...
  • Katalog: Mir sind derzeit zwei Kataloge bekannt, die für Edgar-Karten-Sammler von Interesse sind. Zum einen wurde im Jahr 1996 im SU-Verlag ein Katalog veröffentlicht, in dem die Karten von #1 bis #1300 sowie ein paar Sonderserien alle mit kleiner Abbildung und geschätztem (aber nicht mehr zeitgemäßem...) Sammlerwert enthalten sind. Dieser Katalog ist schlicht schön und eigentlich ein Muss für Edgar-Liebhaber - nur: im normalen Buchhandel gibt es ihn nicht mehr. Ein weiterer vorzüglicher und für Sammler unverzichtbarer Katalog ist von Peter Przybyla, dem Vorsitzenden des Edgar Gratispostkartensammler Vereins, erarbeitet und herausgegeben worden. In dem Katalog findet man zwar keine Bilder der Karten, aber es sind alle Karten mit den bekannten Varianten, Herausgabeorten und geschätzter Sammlerpreisen aufgelistet. Für den ambitionierten Sammler unentbehrlich...
  • Tauschen: Eine Tauschaktion ist immer eine Verhandlungssache der beiden Tauschpartner - jeder muss da seinen (oder ihren...) Weg finden, dies zu handhaben. Es gibt Sammler, die unvorstellbar präzise sind, die Karten wie Aktien handeln, imaginäre Preise verrechnen und hart um jede Karte  verhandeln - ein letztlich sicherlich gerechter Weg. Und es gibt halt auch Sammler, die legen Regionalkarten und nachgefragte Karten für bestimmte Sammler beiseite und verschicken sie von Zeit zu Zeit, ohne dass gezählt wird und die alles ganz lax handhaben....   Dazwischen gibt es sehr viel Spielraum, wie man tauschen kann... Nur eines liegt auch auf der Hand: je besser (d.h. je seltener) die eigenen Tauschkarten sind, um so bessere Tauschaktionen sind möglich.
  • Handel und Verkauf: Auf jeder Karte steht es drauf: "Verkauf untersagt" - und doch: neben den locker vor sich hintauschenden Sammlern gibt es auch Händler, die die Edgar-Karten in großen Mengen einsammeln und dann damit zum Zwecke des Geldverdienens handeln. Nun, Sammeln macht Arbeit und Edgar-Karten zu sammeln bedeutet VIEL Arbeit und hohe Unkosten (Post, Internet, Telefon), so dass eine gewisse "Aufwandsentschädigung" für die Mühen, andere Sammler zu bedienen, durchaus angebracht erscheinen mag. Ob und in welchem Rahmen man Geld für Edgar-Karten ausgibt, sollte man sich beizeiten überlegen - und eines sollte man auch bedenken: sollte man mit dem Ehrgeiz zu Sammeln beginnen, eine möglichst vollständige Sammlung zu bekommen, so wird man nicht umhin kommen, hin und wieder auch tiefer in die Tasche greifen zu müssen, da einige Karten bei ganz wenigen Leuten in festen Händen sind, die diese nur gegen Geld oder gegen Raritäten (die man in der Regel eh nicht zum Tauschen hat...) abgeben. Beispiele für extrem seltene Karten, für die man z.T. auch über Euro 50,- bezahlen muss, um sie bekommen, sind: #570a, #570b, #923b, #1715 (s.o.), #2031, #2032, #3042 (s.o.). Eine gute Möglichkeit, an Edgar-Karten zu kommen - oft auch sehr preisgünstig, besteht bei den Online-Auktionshäusern wie eBay oder eHammer (s. Links). Dort werden nicht selten größere Pakete mit gemischten Karten versteigert, ebenso, wie seltenere einzelne Karten.
  • Aufbewahrung der Karten: Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Selbstverständlich reicht für eine Aufbewahrung auch der ausgebrauchte Schuhkarton - wenn man damit einverstanden ist, dass die Karten mit der Zeit immer unansehnlicher werden. Will man seine kostbaren Karten aber vor dem Zahn der Zeit etwas schützen, dann muss man auch hier Geld investieren. Recht beliebt sind z.B. herkömmliche Aktenordner mit besonderen Einlagen, in die man vier bzw. acht Karten einstecken kann. Beliebt sind auch Postkartenhüllen, wo man in jede Hülle eine Karte steckt, die man dann auch (oder auch nicht...) in speziell passenden Kartons verwahrt. Letzteres ist meine bevorzugte Variante (gut und variabel zu handhaben), aber, wie schon gesagt: jeder sollte da seine Fantasie bemühen, um zu schauen, was Sinn macht und was möglich ist...
  • Versenden von Karten: Dies ist ein durchaus schwieriger Punkt. Viele meiner Sammlerfreunde legen allergrößten Wert darauf, nur einwandfreie Edgar-Karten zu bekommen, ohne geknickte Ecken oder sonstigen Verletzungen der Karten. Dies hat Konsequenzen vor allem für den Postversand: ein einfacher Briefumschlag tut es hier oft nicht: da werden die Karten sehr leicht schon beim Einwerfen in den Briefkasten an den Ecken geknickt.... Allgemein üblich geworden sind die luftgepolterten Briefumschläge - und da diese nicht starr sondern auch noch beweglich sind, werden die Karten oft noch durch eine feste Pappe vor dem Knicken geschützt. Wie bei vielem kann man hier aber auch des Guten zu viel tun: zuweilen kommt es vor, dass ich so massiv eingewickelte und mit Paketklebeband verpackte Päckchen bekomme, die sich nur noch unter brachialem Einsatz von Messer und Schere öffnen lassen - was dann gerade zu Verletzungen der Karten führt....
  • Andere Sammler ausfindig machen: Früher gab es auf der Homepage von Edgar eine schöne Möglichkeit, Gesuche und Angebote zu veröffentlichen - dies ist leider mit deren Umbau verschwunden. Eine durchaus probate Möglichkeit ist z.B. sicherlich, sich hier auf der Seite in die Sammlerrunde bzw. den Newsletter einzutragen. Dort haben sich mittlerweile einige Sammler gefunden, die regelmäßig über Neuerscheinungen in ihren Städten berichten, also Karten suchen oder anbieten und auch schon mal ihre Listen dort reinschreiben. Nur Mut: es kostet nicht - und verpflichtet zu nichts...